
Tarte Tatin ist ein gutes Rezept, wenn man viele Äpfel übrig hat und die schnell verarbeiten muss (ist bei uns wegen der Gemüsekiste oft der Fall). Allerdings braucht man dafür normalerweise eine ofenfeste Pfanne, in der man zuerst auf dem Herd die Äpfel karamellisieren kann, und die man anschließend mit dem Teig obendrüber in den Ofen schieben kann. Da ich nur eine runde Keramik-Auflaufform habe, mach ich es so (inspiriert von einem Rezept auf www.chefkoch.de).
Ofen auf 225 Grad vorheizen (keine Umluft)
130 g Zucker
im Thermomix zu Puderzucker zerpulvern, umfüllen.
125 g Mehl
50 g Margarine
25 g Zucker
1 Eigelb
in den Thermomix und mit Teigrührstufe kleinbröseln, dann in einer Plastikschüssel zu einem Teig verkneten, in den Kühlschrank stellen.
Den Puderzucker in die Keramikform füllen und 15 Minuten in den Herd, bis der Zucker braun karamelisiert ist (am Ende zugucken, das schlägt dann schnell um).
In der Zwischenzeit 4 Äpfel schälen und achteln.
Wenn der Zucker braun ist, Form aus dem Herd holen und
45 g Butter
zu dem Zucker und verrühren. Die Apfelscheiben drauf legen (sehr eng und gerne auch übereinander).
Den Herd auf 200 Grad runterdrehen.
Den Teig ausrollen und über die Äpfel legen, wenn möglich am Rand runterdrücken. Bei mir klappt es meistens nicht, eine zusammenhängende Platte Teig hinzukriegen, aber wenn man es stückelt, geht es auch.
Beim nächsten Versuch: Mit der Gabel Löcher in den Teig stechen, in der Hoffnung, dass dann mehr Flüssigkeit verdampft und der Teig nicht so matschig wird.
Die Form wieder in den Ofen geben und 30-35 Minuten backen.
Sofort stürzen und etwas abkühlen lassen.
Lauwarm aufessen.
Mir ist es bisher noch nicht gelungen, das Ganze ordentlich in Stücke zu schneiden, weil der Teig ziemlich matschig ist. Das liegt wahrscheinlich daran, dass in diesem Rezept das Wasser nicht verdampft (anders als wenn man die Äpfel in einer Pfanne karamelisiert). Tut aber eigentlich nur der Optik, nicht dem Geschmack einen Abbruch.
Man kann noch etwas Zimt drüber streuen oder Sahne dazu tun, aber eigentlich ist das Ganze süß und wohlschmeckend genug, dass es das nicht wirklich braucht.